Teilzeit-Azubis

Bei manchen wartet zu Hause ein kleines Kind, das betreut werden will oder ein Angehöriger, der gepflegt werden muss. An eine Ausbildung in Vollzeit ist hier aufgrund der Doppelbelastung oft nicht zu denken. Die mögliche Alternative: eine Teilzeitberufsausbildung. Der Azubi arbeitet in diesem Fall weniger, dafür verlängert sich die Ausbildungsdauer. Für Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), bietet eine Ausbildung in Teilzeit privat besonders eingespannten Menschen die Chance, einen Beruf zu erlernen. 

Trotz aller Lobeshymnen hält sich die Nachfrage laut einer aktuellen Studie des BIBB bislang sehr in Grenzen. Nur 0,4 Prozent haben 2018 einen Teilzeit-Ausbildungsvertrag abgeschlossen, das sind weniger als 2.300 Verträge. Darüber hinaus stellt das BIBB fest, dass die Teilzeit-Azubis ihre Ausbildung häufiger abbrechen als „normale“ Azubis. Doch es gibt auch Gutes zu berichten: Halten diese ihrer Ausbildung bis zum Schluss die Stange, sind sie in der Regel ziemlich erfolgreich. Trotz der höheren familiären Belastungen und der generell niedrigeren Schulabschlüsse bestehen rund 92 Prozent die Abschlussprüfung.

(Bild: Edgar Schmidt / »autoFACHMANN«)

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