Servicetechniker-Ausbildung wird überarbeitet

Im vergangenen Jahr ist die überarbeitete Meisterverordnung für das Kfz-Techniker-Handwerk in Kraft getreten. Damit war klar, dass auch die Qualifizierung von Kfz-Servicetechnikern angepasst werden muss. Denn andernfalls wäre es künftig nicht mehr möglich, dass sich Meisterschüler Leistungen aus ihrer zuvor abgelegten Servicetechnikerprüfung auch auf die Meisterprüfung anrechnen lassen.

Nun ist die Überarbeitung von Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen ein durchaus kompliziertes Unterfangen mit vielen Beteiligten. Die Corona-bedingte Sondersituation hat das Verfahren zusätzlich verzögert. In diesem Jahr sollen nun aber Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Dazu will der ZDK-Berufsbildungsausschuss einen Arbeitskreis einrichten, der das Ordnungsverfahren mit seiner fachlichen Expertise begleitet. In diesem Kreis soll jedes Bundesland mit einem Bildungsexperten vertreten sein – einem Unternehmer, der in einem Kfz-Servicetechniker-Prüfungsausschuss tätig ist.

Wer in diesem Jahr die Meisterprüfung ablegen möchte, hat indes die Möglichkeit, dies noch nach dem alten Verfahren zu tun. Der Gesetzgeber hat die entsprechende Übergangsfrist verlängert. Prüflinge, die sich bis zum 31. Dezember 2021 zur Meisterprüfung anmelden, können auf diese Weise noch Leistungen aus der Servicetechnikerprüfung angerechnet bekommen.

Und schließlich steht auch in der Ausbildungsordnung von Kfz-Mechatronikern eine Änderung auf dem Programm. Hier hatte es in der Vergangenheit vereinzelt Unsicherheiten gegeben, ob eine elektronische Gesellenprüfung rechtssicher sei. Deshalb drängt das Kfz-Gewerbe in Abstimmung mit dem Handwerksverband und der Gewerkschaft auf eine Formulierung, die die elektronische Prüfung ausdrücklich erlaubt und damit für Klarheit sorgt.

(Bild: ProMotor/Volz)

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