Kompetenzzentrum Elektromobilität in Hamburg eröffnet

Die Kfz-Innung Hamburg hat ihr neues Kompetenzzentrum für Elektromobilität, kurz „Komzet-E“, eröffnet. Rund 6,5 Millionen Euro investierten die Hamburger in dieses Bildungszentrum. Der Erweiterungsbau mit seinen Werkstätten und Seminarräumen hat die Raumkapazitäten des Verbandes deutlich erhöht. Darauf hat man in der Hansestadt auch lange gewartet.

In rund 24 Monaten entstanden zwei Werkstätten mit zeitgemäßer Technik. Jede ist 220 Quadratmeter groß und verfügt über zwei Hebebühnen. Hinzu kommt ein großer Veranstaltungsraum im obersten Stockwerk, der bis zu 300 Personen Platz bietet. Dabei ist er variabel und kann für den Lehrgangsbetrieb in bis zu fünf Räume unterteilt werden. Die Beleuchtung wird im gesamten Gebäude durch LEDs geleistet. Hinter dem Gebäude entstanden dringend benötigte Parkplätze.

„Wir haben hohe Ansprüche gestellt“, sagte Obermeister Martin Krohn bei der Eröffnungsfeier mit rund 200 Gästen. Der Forderungskatalog beinhaltete nicht nur die bereits erwähnte hohe Variabilität der Räume, sondern auch ein funktionales und zeitloses Gebäude, das sich zudem in seine Umgebung einfügt. Dies sei dem Architekten Michael Weiß-Schmidt gut gelungen, so Krohn.

Die Lage im Gewerbegebiet mit Hafenanlagen, Eisenbahntrassen und Straßen machte eine solide Schallisolierung notwendig. Dafür sorgte ein eigens dafür engagierter Akustiker sowohl in den Hörsälen als auch in den Werkstätten. „So haben wir sehr gute Bedingungen für den Unterricht geschaffen“, berichtete Peter Ullrich, Leiter der Bildungsstätte und auf Innungsseite verantwortlich für den Bau.

Die Investitionen in die Ausbildung des Kfz-Nachwuchses kommen zum richtigen Zeitpunkt. Davon ist zumindest Professor Lars-Oliver Gusig von der Hochschule Hannover überzeugt. „Noch haben Elektrofahrzeuge das Manko der hohen Preise und niedrigen Reichweite. Aber jede Entwicklung macht irgendwann einen Sprung nach vorn“, betonte Grusig in seiner Eröffnungsrede. Die Konsequenz: Um darauf vorbereitet zu sein, ist die Ausbildung in der Elektromobilität die Grundvoraussetzung.

(Foto: Zietz)

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