JIM-Studie: Jugendliche nutzen Medien noch häufiger

Das Jahr 2020 hat den Alltag von Jugendlichen auf den Kopf gestellt: Die meisten Freizeitbeschäftigungen waren nicht möglich, Schulen über Wochen und Monate geschlossen. Die Studie JIM (Jugend, Information, Medien) hat untersucht, inwieweit sich die Sondersituation auf die Mediennutzung der Jugendlichen ausgewirkt hat.

Erste Erkenntnis: Viele Jugendliche sind im Corona-Jahr Besitzer eines Computers geworden. Der Anteil der 12- bis 19-Jährigen, die auf einen persönlichen Computer oder Laptop zurückgreifen können, stieg von 65 auf 72 Prozent. 38 Prozent besitzen ein Tablet, ein Drittel einen Fernseher mit Internetzugang. Und diese Geräte nutzen sie auch: Ihre tägliche Internetnutzungsdauer ist nach Einschätzung der Jugendlichen von 205 Minuten im Jahr 2019 auf 258 Minuten gestiegen.

Was die Kommunikation unter Jugendlichen betrifft, bleibt WhatsApp der bedeutendste Onlinedienst. 94 Prozent nutzen die App mehrmals in der Woche, um sich mit anderen auszutauschen. 87 Prozent haben eine WhatsApp-Gruppe mit ihrer Klasse.

Steigende Nutzungszahlen stellt die vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest erstellte Studie auch für Instagram, Snapchat, Pinterest und Twitter fest. Größter Gewinner ist aber TikTok. Über die chinesische Plattform kommunizieren 40 Prozent der Mädchen und 25 Prozent der Jungen regelmäßig.

Die vollständige Studie können Sie auf der Website des MPFS herunterladen.

(Bild: MPFS)

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