Dresden hat ein Bundesleistungszentrum

Der Aufwand für eine Zertifizierung war groß, doch er hat sich ausgezahlt: In Dresden befindet sich nun Deutschlands erstes Bundesleistungszentrum im Kfz-Gewerbe nach den Kriterien von „World Skills“, einer Initiative zum Leistungsvergleich nicht-akademischer Berufe. Die Kfz-Innung Region Dresden hatte sich vor fünf Monaten für die Auszeichnung beworben und sie nun erhalten.

Entscheidende Kriterien waren dabei das pädagogische Konzept und die personelle Ausstattung. Die World-Skill-Standards sehen zum Beispiel vor, dass selbstmotiviertes Lernen in den Ausbildungsalltag integriert wird. Entscheidend beim pädagogischen Konzept sind: „Lernen im Wettbewerb“, das Trainieren von eigenständigem Arbeiten, problemlösungsorientiertes und situationsbedingtes Arbeiten, Steigern der Fachkompetenz sowie Üben unter Wettkampfbedingungen zur Entwicklung von Stressresistenz. Dazu müssen die Dozenten nachweislich eine Qualifikation im Bereich der Aus- und Weiterbildung besitzen und bereit sein, sich durch World-Skills-Schulungskonzepte auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Neben Ausstattung und räumlichen Gegebenheiten zählt auch das Umfeld dazu. Beispielsweise muss die Bildungsstätte kurzfristig Fahrzeuge oder Motoren zum Üben bereitstellen können. Das Dresdner Haus des Kfz-Gewerbes kann alle Anforderungen erfüllen.

Andere Länder verfügten bisher schon über nationale Leistungszentren. Hier werden die jungen Fachkräfte nicht nur in ihrem Beruf zu Höchstleistungen „angestachelt“, sie werden auch auf die Bedingungen des Wettkampfes vorbereitet. In Deutschland machten sich die Mechatroniker der deutschen Nationalmannschaft an wechselnden Ausbildungsorten fit für die Wettkämpfe. Es fehlte eine zertifizierte Bildungsstätte nach den Regeln der World Skills.

(Foto: Zietz)

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